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Maria Callas

Maria Callas (02.12.1923 - 16.09.1977)

Maria Anna Sofia Cecilia Kalogeropoulos wurde am 2.Dezember 1923 als Tochter griechischer Auswanderer in New York geboren.

Ihr Vater eröffnete eine Apotheke im griechischen Viertel von Manhattan und änderte den Familiennamen auf Callas. Im Alter von neun Jahren erhielt Maria erste Klavierstunden und mußte im Jahre 1937, nach der Trennung ihrer Eltern, zusammen mit der Mutter und ihrer Schwester nach Griechenland zurückkehren. Die Mutter änderte daraufhin den Namen wieder auf Kalogeropoulos.

Im Jahre 1938 wurde Maria schließlich, obwohl sie das Mindestalter von 16 Jahren noch nicht erreicht hatte, im Nationalkonservatorium in Athen aufgenommen und begann ihr Studium. Am 11.April des Jahres erfolgte bereits der erste öffentliche Auftritt bei einem Konzert mit Studienkollegen.

Am 2.April 1939 gab Maria ihr Bühnendebut als Santuzza in einer Studentenaufführung von Cavalleria rusticana und gewann den Preis des Konservatoriums. Schon im folgenden Jahr erhielt sie ihr erstes Engagement bei einer Musiktheatergruppe, für die sie Lieder in Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig" am königlichen Theater in Athen.

Am 21.Januar 1941 feierte sie schließlich ihr professionelles Operndebüt als Beatrice in Boccacio im Palas-Kino für dieselbe Musiktheatergruppe.

Nach dem Abzug der deutschen Besatzungstruppen aus Griechenland, beschloß Maria, zurück in die USA zu gehen. Um ihre Reise zu finanzieren, gab sie ein Abschiedskonzert in Athen und änderte ihren Namen wieder in Callas um. Ein Vorsingen an der Metropolitan Opera brachte jedoch kein Engagement. In den folgenden Jahren versuchte sie vergeblich, Engagements in den USA zu finden.

Diversen Auftritten in Italien, unter anderem beim Opernfestival in Verona, folgte ein Auftritt als Elvira in "I puritani" (1949), den sie für eine indisponierte Kollegin übernahm. Dieser Auftritt war der Wendepunkt ihrer Karriere.

Am 21.April 1949 ehelichte sie Meneghini, der so fortan beim Ausbau ihrer Karriere in Italien und dem Ausland als Ehemann und Manager unterstützte.

Es folgten ein Plattenvertrag und die ersten kommerziellen Einspielungen. Innerhalb kurzer Zeit nahm sie 30kg ab und ihre Figur veränderte sich dramatisch. Der Rückkehr in die USA folgten Auftritte in Chicago und dem Debüt an der Metropolitan Opera in New York. Diversen Eklats folgte ein senasationelles Debut in Paris bei einem Galakonzert an der Pariser Oper, wo es zum ersten Aufeinandertreffen mit dem Schiffsmagnaten Aristoteles Onassis kam.

In der Folge erhielt sie nur noch wenige professionelle Engagements. Nach einer Einladung durch Onassis auf eine Kreuzfahrt, an der diverse berühmte Persönlichkeiten teilnahmen, waren Maria Callas und Onassis ein Liebespaar, die Ehe mit Meneghinis somit gescheitert.

1960 widmete sich Maria nur noch dem internationalen "Highlife" mit Onassis und gab die Opernbühne völlig auf. 4 Jahre später kehrte sie jedoch auf Drängen an die Oper zurück und gab eine unvergeßliche Neuinszenierung von "Tosca" in Covent Garden. Einer triumphalen Rückkehr an die Metropolitan Opera im März 1965, folgten diverse Vorstellungen von "Norma" in Paris, obwohl sie sich körperlich nicht besonders wohl fühlte. Am 29.Mai kam es schließlich zur Absage des letzten Aktes, da sie körperlich komplett am Ende war.

1966 verzichtete Callas auf ihre amerikanische Staatsbürgerschaft und nahm die griechische an, wodurch ihre Ehe mit Meneghini theoretisch annuliert wurde. In Erwartung eines Heiratsantrages seitens Onassis, wurde sie durch seine Eheschließung mit der Witwe des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, bitter enttäuscht.

Einer ausgedehnten internationalen Konzerttournee folgte am 11.November 1974 der letzte öffentliche Auftritt (in Sapporo, Japan) von Maria Callas.

Völlig zurückgezogen in Paris lebend, starb Maria Callas am 16.September 1977 eines "natürlichen" Todes.